Geburtsvorbereitung und Homöopathie

    Lesezeit: 1-3 Minuten 😉

    Eine weit verbreitete Empfehlung an Schwangere, die einige Wochen vor dem Geburtstermin stehen, ist Caulophyllum und Pulsatilla im Wechsel einzunehmen, um die Geburt zu erleichtern. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Einnahme dieser beiden Arzneien häufig zu folgenden Problemen führt…

    Homöopathie erst dann wenn es angezeigt ist einsetzen

    Es könnte also eintreffen, dass die Gebärende eine gute, rasche Eröffnungsphase mit einem Geburtsstillstand in der Austreibungsperiode erlebt. Dies führt dann oft zu medizinischen Interventionen, die vermeidbar gewesen wären, wenn die Schwangere diese beiden Homöopathie-Mittel zur Geburtsvorbereitung erst dann eingenommen hätte, wenn es auch angezeigt, sprich notwendig gewesen wäre.

    Was passiert also: Falls eine Schwangere nicht zufällig ihrer Konstitution gemäß Caulophyllum oder Pulsatilla braucht, so wird sie durch die wochenlange Einnahme dieser Niederpotenzen zwangsläufig eine sogenannte Arzneimittelprüfung durchmachen.

    Das typische Caulophyllumbild ist eine Mehrgebärende, die durch überdehnten Uterus keine adäquate Kontraktilität der Gebärmutter mehr hat und daher zu schwach weht, um das Kind auszutreiben. Das heißt, dass jede Schwangere, die Caulophyllum fälschlicherweise eingenommen hat, infolge der Arzneimittelprüfung in eine Wehenschwäche in der Austreibungsphase getrieben wird.

    Pulsatilla bewirkt in der unfreiwilligen Arzneimittelprüfung, dass die Schwangere psychisch labil wird, weinerlich und anlehnungsbedürftig ist und dass sie das Vertrauen in sich und die Fähigkeit zum Gebären verliert.

    Merken Sie sich bitte:

    Es sei darauf hingewiesen, dass man Homöopathie zur Geburtsvorbereitung nie prophylaktisch anwenden kann, da Symptome vorhanden sein müssen, anhand derer das korrekte Arzneimittel gewählt werden muss.

    (Quelle: Auszug aus ÖAZ Aktuell Ausgabe 20/2003)

    Geniessen Sie am besten eine gesunde, einzigartig lebensfreudige Schwangerschaftszeit 😉

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