Ihr SanfteGeburt® Blog

Inspirationen für eine angstfreie,
natürliche und sanfte Geburt

Die Kraft des Partners

Die Kraft des Partners bei der Geburt entwickelt sich während der Schwangerschaft und entfaltet sich bei der Geburt
Die Kraft des Partners kann sehr hilfreich sein, um eine sanfte und zügige Geburt zu ermöglichen.

Die Kraft des Partners bei der Geburt ist eine von sechs Kräften, die das Geburtserlebnis mitbestimmen. Manchmal ist genau dieses Kraft die Entscheidende.

Im ganzheitlichen Konzept von SanfteGeburt® kennen wir 6 Kräfte:

Jede einzelne dieser Kräfte kann die Geburt total sanft und leicht machen. Aber harmonisch miteinander kombiniert, fein abgestimmt auf dich, können sie Wunder vollbringen.

Lea und Valentin

Um 22:35 Uhr, in der Nacht zum 20. August, schnürte Lea eine urplötzliche Kontraktion die Luft ab.

Sie saß, angelehnt an einen Peziball, auf dem Fußboden im Kreißsaal und wollte schreien vor Schmerz, aber sie konnte es nicht. Sie wollte aufstehen, aber war wie gelähmt. Überall brach ihr der Schweiß aus, während sich fast der ganze Körper anspannte, um sich gegen diesen Schmerz zu wehren.

Auf dem Peziball, gegen den sie gelehnt war, saß Valentin, ihr Mann. Als er bemerkte, wie Lea ruckartig ihren Kopf nach vorne nahm und sich ihr ganzer Körper anspannte, nahm er ihre beiden Ohrläppchen zwischen Daumen und Zeigefinger und massierte sie ganz behutsam. Fast im selben Augenblick lockerten sich ihre Muskeln und ihr Atem begann wieder zu fließen. Der Schmerz löste sich von ihr und die plötzliche Wucht der Kontraktion ebbte ab.

Dann summte Valentin leise ein Lied. Lea lauschte seiner Stimme und fühlte, wie ruhig und gelassen er war. Das gab ihr das Gefühl, bei ihm vollkommen sicher und geborgen zu sein. Dieses Gefühl half ihr ganz entscheidend, alles loszulassen und sich wieder voll und ganz auf die Geburt – auf das Hier und Jetzt – zu konzentrieren.

Sie fühlte in sich hinein, bis sie wieder Kontakt zu ihrem Baby hatte – und sprach ihm Mut zu, sich jetzt auf die Reise in die Welt zu machen. Dieses Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit, das sie von ihrem Mann übernommen hatte, gab sie jetzt an ihr Baby weiter.

Alle drei – Baby, Mutter und Vater – verschmolzen zu einer lebendigen Einheit aus deren Mitte ein einzigartiges, intensives und wundervolles Erlebnis der Zusammengehörigkeit entstand: Die Geburt und der Beginn eines neuen Lebens.

Grundlage für die Kraft des Partners

Wie war das möglich, dass Lea der Stimme ihres Mannes lauschte und fühlen konnte, wie ruhig und gelassen er war? Wie kann es sein, dass sich die Stärke eines Menschen auf einen anderen überträgt?

Was nur wenige wissen, ist, dass sich Menschen keineswegs nur über Worte austauschen. Sind sie sich nahe, tauschen sie ihre Gefühle und Energien über Magnetfelder aus! Das ist wissenschaftlich belegt und keine Esoterik. Dieses Magnetfeld ist oft Träger der Kraft des Partners.

Das mit Abstand größte Magnetfeld bildet das Herz des Menschen. Es ist so groß, dass es mit allen anderen Organen zusammen ein Energiefeld aufbaut, das etwa 1,50 Meter bis fast 2,00 Meter um ihn herum reicht. Mit anderen Worten: Partner können drei Meter entfernt voneinander sein und doch überschneiden sich ihrer beider Magnetfelder noch.

Aber so weit wirst du nur selten bei der Geburt von deinem Parnter entfernt sein.

Wenn ihr euch so nahe seid wie Lea und Valentin, fließen eure Energie- und Magnetfelder intensiv ineinander und beeinflussen sich gegenseitig. Und das Magnetfeld mit der größeren Kraft, setzt sich dabei durch. Womit womit wir beim Thema positiver Flow und die Kraft des Partners bei der Geburt sind.

Kohärenz der Kraft des Partners

Kohärenz ist das wissenschaftliche Wort für Gleichklang. Nimm eine Glühbirne von vielleicht 40 Watt. Der Strom, der durch den Glühfadens fließt erzeugt Wärme und Lichtstrahlung. Das Licht strahlt dabei in alle Richtungen gleichzeitig ab und überdeckt sich dabei auch. Das nennt man inkohärent.

Bündelt man aber jetzt die gleiche Energie und formt sie zu einem Strom von „Lichtwellen im Gleichklang,” den man in eine bestimmte Richtung schickt, dann hat man Kohärenz – und einen Laserstrahl, der Stahl durchschneiden kann – mit der gleichen Energie, die vorher einen Raum nur ein bisschen hell machte.

Wenn Gedanken und innere Bilder im Gleichklang auf eine schöne Geburt ausgerichtet sind, nennen wir das bei SanfteGeburt® den positiven Flow. Dieser positive Flow lässt um dein Herz herum ein sehr starkes, kohärentes Energie- und Magnetfeld entstehen. Ein Magnetfeld der Liebe. Zusammen mit den Energie- und Magnetfelder der anderen Organe umschließt es den ganzen Körper. Alles, jede einzelne Zelle des Körpers, jeder Gedanke und jedes Gefühl ist dann auf eine schöne Geburt ausgerichtet.

Wirst du dann aber von einer heftigen Kontraktion überrascht, bekommst du wahrscheinlich zeitgleich mit dem Schmerz Angst. Deine Gedanken und deine Gefühle laufen wild durcheinander, weil dein Gehirn fieberhaft nach einem Ausweg sucht. Das führt dazu, dass die Stärke deines Energie- und Magnetfeldes regelrecht einknickt. Es wird inkohärent. Und du kommst in den negativen Flow, der von Angst, Schmerz und negativen Erwartungen bestimmt wird.

Das ist das, was Lea bei der Geburt passierte. Die Kontraktion war so heftig, dass sie ihr regelrecht die Stimme raubte und ihren Körper verkrampfen ließ.

Die Wirkung der Kraft des Partners

Sie war dabei aber gegen ihren Mann gelehnt. Und der war mit ihr zusammen sehr gut vorbereitet in die Geburt gegangen. Das bedeutet, dass er sehr stark im positiven Flow verankert war. Sein Magnetfeld blieb intakt und kohärent. Im wörtlichen Sinn strahlte er Stärke, Zuversicht und Kraft ab. Sein Magnetfeld blieb selbst dann intakt als er merkte, wie sich Lea verkrampfte. Ruhig und mit klaren Vorstellungen massierte er sanft ihre Ohrläppchen. Dort waren Leas liebste Auslöser, den beide während der Geburtsvorbereitung entdeckt hatten. Valentin wusste also genau, dass er an dieser Stelle Lea von außen her entspannen konnte – und das war auch der Fall. Sie entspannte sich auch sofort und ihr Atem, den sie angehalten hatte, begann wieder zu fließen. Sehr schnell kam sie zurück ins Hier und Jetzt – in die kraftvolle Gegenwart.

Die Kraft des Partners bei der Geburt lässt sich kaum unterschätzen. Bildquelle: Fotolia_213018213_@alenazamotaeva_XS
Was nur wenige wissen, ist, dass sich Menschen keineswegs nur über Worte austauschen. Sind sie sich nahe, tauschen sie ihre Gefühle und Energien über Magnetfelder aus! Das ist wissenschaftlich belegt

Dann ließ alles los und sich selbst in das Summen ihres Mannes hineinfallen. Sein kraftvolles Magnetfeld, seine unerschütterliche Zuversicht, brachten Leas Herz wieder in den Gleichklang mit seinem Herzen. Ein phänomenales Geburtserlebnis durch die Kraft des Partners.

Durch diese Herzensverbindung mit ihrem Mann kam Lea wieder ganz von selbst in ihre eigene Kraft und Mitte und damit in den positiven Flow. Sie konnte den Geburtsverlauf wieder aktiv mitgestalten, loslassen, vertrauen und die Kontraktionen bejahend annehmen – anstelle dagegen anzukämpfen und sich mehr und mehr zu verkrampfen.

Die Kraft des Partners bei der Geburt

Eine alte Weisheit unter Hebammen sagt, dass bei der Geburt nur Personen dabei sein sollen, die unmittelbar damit zu tun haben. Deshalb wollte man früher auch nicht, dass der Partner mit in die Geburt ging: Er stand meist nur im Weg, machte dumme Bemerkungen, fiel manchmal in Ohnmacht und störte ganz einfach.

Das ist heute nicht viel anders – es sei denn, der Partner ist wirklich vorbereitet und hat eine klare Aufgabe bei der Geburt. Dann ist er für die Partnerin ein wirklicher Segen.

Die Aufgaben des Partners bei der Geburt

Damit sind die Aufgaben, die dein Partner bei der Geburt hat, im Wesentlichen auch schon umrissen:

Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, unter allen Umständen im positiven Flow zu sein und bleiben. Nur so kann er dir buchstäblich Kraft geben und dich aktiv unterstützen.

Natürlich sollte er deine verschiedenen Auslöser kennen. Deine Triggerpunkte. Auf diese Weise kann er dich sehr wirksam immer wieder in die kraftvolle Gegenwart holen. Er sollte für dich ein „Fels in der Brandung“ sein, der dir Gefühle von Geborgenheit, Sicherheit, Vertrauen, Liebe und innerer Stärke vermittelt.

Seine achtsame Anwesenheit sollte dich darin noch mehr bestärken, völlig loszulassen, dich der Geburt total hinzugeben und hoch konzentriert in deiner Kraft zu bleiben.

Deine Leitsätze wird er natürlich auch kennen und dir das sagen können, was dich immer wieder an deine natürlichen Gebärkräfte erinnert. Das wird dir immer wieder deine Zuversicht stärken – und dich in deinem positiven Flow halten.

Er soll dich zwar nicht auf Händen, aber mit seiner Kraft durch die Geburt tragen können.

Die Vorbereitung des Partners

Die Kraft des Partners bei der Geburt zeigt sich sofort, wenn er die Triggerpunkte seiner Partnerin kennt und nutzt. Bildquelle: Fotolia_157507638_@agnieszka_marcinska_XS
Die Kraft des Partners bei der Geburt zeigt sich sofort, wenn er die Triggerpunkte seiner Partnerin kennt und nutzt, um ihr eine sanfte und zügige Geburt zu ermöglichen.

Die einfachste und definitiv beste Art der Vorbereitung deines Partners bei der Geburt ist, wenn ihr die Geburtsvorbereitung miteinander macht und zu Hause auf eure eigene Art und Weise fortsetzt. Ihr miteinander und jeder für sich.

Dein Partner muss die gleichen Atemtechniken beherrschen wie du. Er sollte Auslöser für sich gefunden haben und positive Vorstellungen, denn wenn er wirklich helfen will, muss er während der Geburt durchgehend im positiven Flow sein. Ohne Unterbrechung.

Eine ganzheitliche Geburtsvorbereitung, die deinen Partner voll und ganz integriert, stellt sicher, dass er seine Aufmerksamkeit lenken kann und immer dann zur Stelle ist, wenn du vielleicht gerade mit einer Kontraktion zu tun hast und abgelenkt bist. Es kann immer wieder mal passieren, dass du aus deinem positiven Flow fällst. Das ist völlig in Ordnung. Denn dafür ist er ja bei dir, so dass er dich von außen wieder zurück holen kann – ins Hier und Jetzt – in den positiven Flow und in deine Gebärkraft. Das ist seine Aufgabe.

Geburtsvorbereitung gemeinsam machen

Wenn er mit dir zusammen die Geburtsvorbereitung gemacht hat, kennt er auch deine Wünsche für die Geburt. Er kennt deine Leitsätze, deine positiven Vorstellungen, deine Triggerpunkte und so weiter. Er kennt und weiß das alles und kann dir deshalb immer und jederzeit helfen, sanft und zügig zu gebären.

Natürlich muss er oder sie gar nicht dein Lebenspartner sein, der dich in die Geburt begleitet. Es könnte auch eine Doula oder deine Hebamme sein. Deine beste Freundin oder deine Mama – oder wer auch immer dir am Herzen liegt. Aber wer auch immer es ist, sollte auf seine Aufgaben bestens vorbereitet sein und wirklich helfen können.

Dein Partner trägt bei der Geburt eine große Verantwortung und wird mit dir gemeinsam das Kind zur Welt bringen. Er (oder sie) wird dich aktiv unterstützen – und zwar auf genau die Weise, die ihr vorher ausgemacht und eingeübt habt, denn alles andere stört und wird die Geburt eher belasten.

Aber das wichtigste wird sein, dass er voller Zuversicht immer innere Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt – ganz gleich was auch kommen mag. Denn er wird es sein, der dir durch den Gleichklang eurer Herzen das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit gibt – der dein Vertrauen in dich stärkt – und dir dadurch auch immer wieder wirklich Kraft gibt, um sanft, zügig und schön zu gebären.

HERZlichst dein Team von SanfteGeburt®